Auswahlverfahren

Jeden Montag erscheinen zahlreiche Kinder zu den IIMC-Interviews. Hierbei wird nach den Familienverhältnissen (Anzahl der Geschwister, Berufe der Eltern (und monatliches Einkommen), Art der Unterkunft) gefragt und außerdem wird versucht, einen Eindruck zu erhalten, welche Kinder besonders förderungswürdig sind. Dies hört sich hart an, wer allerdings einmal die Schlangen gesehen hat, glaubt Dr. Sujit Brahmochary vielleicht eher, wenn er sagt, daß die Patenschaft nur dann Sinn mache, wenn die Kindern in der Schule auch gut mitarbeiteten und von dem Erlernten etwas zu Hause „weitererzählen“ könnten – und daß schließlich jeder Pate lieber ein Kind fördere, das am Ende des Jahres in die nächste Klasse versetzt werde.
Diesem Interview schließt sich ein „Hausbesuch“ an, bei dem noch einmal geguckt wird, wie die Familie lebt. Danach wird entschieden, wer individuell unterstützt wird.
Eine Patenschaft erhält dabei jeweils nur ein Kind pro Familie. Vorher sollte noch kein anderes Familienmitglied eine Schule besucht haben, außerdem darf die Familie kein eigenes Haus (höchsten eine Lehmhütte oder vergleichbares) besitzen.