Philosophie

Das Ziel des Projektes ist es, mit Hilfe der Patenschaften Kindern, die aus den ärmsten Familien stammen und keine Chance auf einen Schulbesuch haben, eine “normale” Kindheit bestehend aus Schule, Hausaufgaben, Freizeit und Klassenkameraden zu ermöglichen. Sie lernen so nicht nur “für das Leben” (oftmals der ganzen Famlie), sondern werden außerdem vor weitverbreiterter Kinderarbeit bewahrt.

Um dieses Ziel zu erfüllen gibt es zwei Ansätze. Einmal die individuelle Förderung eines einzelnen Kindes, einer Familie, indem die Patenschaft die Versorgung mit Büchern, Schuluniform, Rucksack, Stiften, Heften sowie Mittagessen und natürlich auch die Schulgebühr (und im Notfall auch einmal den Nachhilfelehrer) garantiert. Von dem Geld werden außerdem Winterkleidung, Regenschirme und wenn nötig Schuhe gekauft.
Außerdem schließt jede Patenschaft einen kleinen Betrag für das Wohl aller Kinder ein: von diesem Geld werden in Dörfern, die zu weit von einer Schule entfernt sind als daß der Weg täglich zurück gelegt werden könnte, Schulen gebaut, die von allen Kindern der Umgebung besucht werden können. In diesen Schulen finden neben dem normalen Schulalltag regelmäßige Sonderveranstaltungen statt: so zum Beispiel Erste Hilfe Training, Sportveranstaltungen, Exkursionen, Impfungen und jährliche Augenkontrollen (und generelle Untersuchungen) der Kinder sowie als “Highlight” das dreitägige Kinderfestival in jedem Januar, das sowohl von den Kindern als auch von der Bevölkerung immer mit Begeisterung gefeiert wird.

Der Erfolg (und auch daß das Projekt direkt an den Bedürfnissen ansetzt) ist immer montags an den langen Schlangen vor dem IIMC-Komplex in Tegharia zu sehen, hier warten Mütter mit ihren Kindern auf die Interviews, in denen IIMC-Mitarbeiter schauen, welche Kinder eine Förderung besonders “verdienen” (s. u.) (denn die Unterstützung aller ist leider nicht möglich). Eine weitere erfreuliche Nachricht ist, daß es mittlerweile 12 ehemalige Patenkinder gibt, die an der Universtität studieren, eines davon Medizin. Wobei hier betont sei, daß das nicht das primäre Ziel ist, es zeigt aber auch, daß jedes Kind entsprechend seinen Fähigkeiten solange wie möglich gefördert wird.